Die Sabine-Formel (vereinfacht)
RT60 = 0,161 × Volumen ÷ Absorptionsfläche.
Absorptionsfläche A = Σ (Fläche × α). Die Formel stammt von Wallace Sabine (um 1900) und setzt ein diffuses Schallfeld voraus — in echten Wohnräumen eine grobe Näherung.
Durchgerechnetes Beispiel
Raum 5 × 4 × 2,6 m, α: Boden 0,10 / Wände 0,05 / Decke 0,04:
V = 52 m³ · A = 20×0,10 + 46,8×0,05 + 20×0,04 = 2,0 + 2,34 + 0,8 = 5,14 m²
RT60 = 0,161 × 52 ÷ 5,14 = 1,63 s — deutlich zu hallig für Sprache. Mit Teppich (α 0,30) und 10 m² Paneelen sinkt der Wert spürbar.
V = 52 m³ · A = 20×0,10 + 46,8×0,05 + 20×0,04 = 2,0 + 2,34 + 0,8 = 5,14 m²
RT60 = 0,161 × 52 ÷ 5,14 = 1,63 s — deutlich zu hallig für Sprache. Mit Teppich (α 0,30) und 10 m² Paneelen sinkt der Wert spürbar.
Absorptionsgrade (α) — grobe Mittelwerte
| Material | α (ca.) |
|---|---|
| Beton / Fliesen | 0,02–0,03 |
| Putz / Tapete | 0,03–0,05 |
| Laminat / Parkett | 0,08–0,12 |
| Vorhang, leicht | 0,15–0,25 |
| Teppich | 0,25–0,35 |
| Akustikpanel (dick) | 0,60–0,90 |
| Offenes Fenster | 1,00 |
Ganz ehrlich: α hängt stark von der Frequenz ab — ein Teppich schluckt Höhen, aber kaum Bass. Diese Schätzung nutzt einen einzigen Mittelwert und ignoriert Raummoden, Möbel und Geometrie. Sie ist eine Planungs-Orientierung, kein Messwert. Für verbindliche Aussagen misst ein Akustiker mit kalibriertem Equipment.