Die Prioritätenliste
| Priorität | Position | Warum |
|---|---|---|
| 1 | Erstreflexionspunkte Seitenwände | Stärkste frühe Reflexionen beim Hören |
| 2 | Decke über dem Hörplatz („Cloud") | Deckenreflexion trifft direkt aufs Ohr |
| 3 | Wand hinter den Lautsprechern | Reduziert Kammfilter-Effekte |
| 4 | Ecken (Bassfallen) | Raummoden sammeln sich in Ecken |
| 5 | Rückwand | Verhindert Flatterecho |
| 6 | Restliche Wandflächen | Feintuning der Nachhallzeit |
Der Spiegel-Trick
- Setz dich an den Hörplatz (oder stell das Mikro auf).
- Eine zweite Person bewegt einen Handspiegel flach an der Wand.
- Sobald der Lautsprecher (bzw. die Schallquelle) im Spiegel erscheint: markieren.
- Dort sitzt der Erstreflexionspunkt — der Erstreflexions-Rechner bestätigt die Geometrie rechnerisch.
Symmetrie-Regeln
- Links = rechts: Beide Seitenwände identisch behandeln — sonst kippt das Stereobild.
- Höhe: Panels auf Ohrhöhe zentrieren (110–140 cm), nicht wahllos hoch kleben.
- Abstände: Gleichmäßige Raster wirken ruhiger — der Layout-Planer prüft die Symmetrie.
- Nicht übertreiben: Ein komplett toter Raum klingt unnatürlich — 20–35 % Abdeckung genügen meist.
Typische Fehler
| Fehler | Problem |
|---|---|
| Panels nur hinter dem Schreibtisch | Erstreflexionen an den Seiten bleiben |
| Nur eine Seitenwand behandelt | Stereobild kippt zur unbehandelten Seite |
| Dünne Panels gegen Bassdröhnen | Tiefe Frequenzen brauchen dicke Absorber |
| Panels hinter Vorhängen versteckt | Der Vorhang absorbiert bereits — doppelt gemoppelt |
Ehrlich: Diese Liste ist eine Planungs-Heuristik, keine Garantie. Jeder Raum ist anders — am Ende entscheidet dein Gehör (und ggf. eine Profi-Messung).